Die Geschichte von Schloss Ziethen

Schloss Ziethen wurde um 1355 als „Festes Haus“ von den Bredows erbaut und war damals viel kleiner. Aus dieser ersten Bauphase sind noch wesentliche Bauteile erhalten, das Gewölbe, das heute als besonderer Veranstaltungsraum genutzt wird, Teile der Außenmauern und der Kern der „Schwarzen Küche“. Ursprünglich in einem separaten Bau untergebracht, gilt die „Schwarze Küche“ heute als älteste erhaltene Küche Brandenburgs.

Das „Feste Haus“ war nicht das erste Gebäude auf dem Gelände. Auf der Insel im Park stand als Vorgängerbau, eine kleine Burganlage.
Im Laufe des 30-jährigen Kriegs zwischen 1618 und 1648 wurde das „Feste Haus“ zerstört. Der Wiederaufbau wurde genutzt, um es zu erweitern, aufzustocken und im barocken Stil zu überformen. Es entstanden das beeindruckende Treppenhaus und die Flucht der Salons, die „Enfilade“, auf der Parkseite des Hauses.
Im späten 19. Jahrhundert wurde das barocke Herrenhaus um die zwei markanten Seitenflügel im Neoklassizistischen Stil erweitert.
So haben fast alle Besitzer des Schlosses – und deren gab es einige – ihre eigene Handschrift im Schloss hinterlassen. Die von Bredows als erste Erbauer, später unter anderem Feldmarschall von Blücher, die Familie von Bülow und natürlich auch die jetzigen Besitzer, die Familie von Thüngen-Reichenbach.

1994 übernahm Edith v. Thüngen-Reichenbach geb. v. Bülow zusammen mit ihrem Mann, dem Architekten Herwig Kroll, das baufällige Gebäude. Sie restaurierten und renovierten es mit hohem persönlichem Einsatz und viel Geschmack, mit der Absicht, das Herrenhaus und den Park in ihrem ursprünglichen Charakter wieder erstehen zu lassen und behutsam alle Voraussetzungen eines modernen Hotels und Restaurants einzufügen, um so einen Ort der Gastlichkeit zu schaffen und Gäste willkommen zu heißen.

Direkt neben dem Schloss befindet sich im Park die 1952 gebaute ehemalige Dorfschule, das heutige Rosenhaus. Sie wurde 2012 grundlegend saniert und beherbergt heute Tagungs- und Veranstaltungsräume.

Die zum Schloss gehörige ehemalige Gutsanlage wird ebenfalls schrittweise saniert und ausgebaut. Im ehemaligen Kornspeicher, der von 1998 - 2000 wiederaufgebaut wurde, befinden sich heute 13 Gästezimmer und der kleine Saunabereich.